Branding mit Canva – muss ich jetzt eine Marke werden?
Ganz ehrlich gestanden wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, mir ein Markenkit in Canva anzulegen. Das war eine Idee von ChatGPT.
Vermutlich hätte ich für jede Grafik einfach eine vorherige kopiert und sie mir angepasst. Dass das deutlich einfacher und auch sicherer geht, habe ich tatsächlich erst auf diesem Weg erfahren.
Also habe ich das Markenkit geöffnet.
Und mein erster Gedanke war:
DAS ist zu viel für einen Anfänger.
Mittlerweile kann das Markenkit nämlich ziemlich viel. Canva hat daraus längst mehr gemacht als eine kleine Ablage für Logo, Farben und Schriften.
Aber keine Sorge: Du musst das alles nicht nutzen.
Was bedeutet eigentlich Branding?
Branding klingt erstmal ziemlich groß.
Dabei geht es für einen Blog ganz einfach darum, dass deine Leserinnen deine Grafiken irgendwann wiedererkennen. Vielleicht verwendest du immer dieselben Farben, bestimmte Schriftarten und natürlich dein Logo.
Wenn du das konsequent machst, entsteht nach und nach ein einheitlicher Auftritt.
Du musst dafür keine große Marke sein.
Auch dein kleiner Blog darf ein bisschen nach „dir“ aussehen.
Und was macht das Markenkit?
Das Markenkit ist im Grunde eine zentrale Sammlung deiner Markenelemente.
Dort kannst du beispielsweise dein Logo, deine Farben und deine Schriftarten hinterlegen. Canva kann diese Elemente dann beim Erstellen deiner Grafiken wieder zur Verfügung stellen.
Und genau das finde ich praktisch.
Denn wenn ich heute eine Grafik für meinen Blog erstelle und nächste Woche die nächste, möchte ich nicht jedes Mal überlegen:
Wie war noch mal dieser Farbton?
Oder:
Welche Schrift habe ich eigentlich bei der letzten Grafik verwendet?
Im Markenkit liegen diese Dinge an einer Stelle und können in Canva direkt verwendet werden.
Canva bietet inzwischen allerdings noch deutlich mehr Möglichkeiten. Neben den klassischen Markenelementen können dort beispielsweise auch Bilder, Grafiken, Vorlagen und Richtlinien organisiert werden.
Für ein Unternehmen mit mehreren Marken und vielen Mitarbeitern kann das sehr sinnvoll sein.
Für meinen kleinen Blog?
Da darf ich mich ganz entspannt auf die Dinge beschränken, die ich wirklich brauche.
Was brauche ich als Blogstarterin?
Eigentlich erstaunlich wenig.
Für den Anfang würde ich mir Gedanken über diese drei Dinge machen:
Meine Farben
Vielleicht gibt es zwei oder drei Farben, die sich durch meinen Blog ziehen sollen.
Meine Schriften
Eine Schrift für Überschriften und vielleicht eine zweite für den normalen Text reichen völlig aus.
Mein Logo
Falls du bereits ein Logo hast, kannst du es ebenfalls hinterlegen.
Das war's für den Anfang schon.
Du brauchst keine ausgefeilte Markenstrategie und auch keinen perfekt ausgearbeiteten Markenauftritt.
Du startest schließlich gerade erst mit deinem Blog.
Muss ich dafür Canva Pro haben?
Das Markenkit gehört zu den Funktionen von Canva Pro.
Wenn du die kostenlose Canva-Version nutzt, ist das aber kein Grund, auf ein bisschen Branding zu verzichten.
Du kannst dir deine Farben beispielsweise mit ihren Farbwerten, den sogenannten Hex-Codes, irgendwo notieren. Auch deine verwendeten Schriften kannst du dir aufschreiben und dein Logo bei Bedarf hochladen.
Das funktioniert.
Mit dem Markenkit wird es einfach bequemer, weil Canva deine wichtigsten Markenelemente an einer Stelle verwaltet.
Wenn du Canva Pro nutzt oder ausprobieren möchtest, kannst du dir das Markenkit also durchaus anschauen.
Aber bitte nicht erschrecken, wenn dir beim ersten Öffnen gefühlt ein komplettes Marketingbüro entgegenkommt. 😉
Du musst nicht alles nutzen, was Canva anbietet.
Du darfst dir einfach das herauspicken, was dir das Leben leichter macht.
Und was ist mit dem ganzen Rest?
Das ist genau der Punkt, an dem ich bei Canva gerne einmal die Handbremse ziehe.
Canva entwickelt sich ständig weiter und bietet inzwischen unglaublich viele Möglichkeiten. Das ist einerseits toll.
Andererseits kann es gerade am Anfang ziemlich erschlagend sein.
Du musst nicht jede Funktion kennen.
Du musst auch nicht jedes neue Canva-Feature ausprobieren.
Und du musst schon gar nicht dein halbes Wochenende damit verbringen, dein Markenkit bis ins kleinste Detail einzurichten.
Wenn du deine Farben, Schriften und dein Logo an einer Stelle griffbereit hast, bist du für deinen Blog schon ziemlich gut aufgestellt.
Alles andere kann später kommen.
💡Mein Tipp
Lege dir am Anfang nur das an, was du wirklich verwendest: Farben, Schriften und gegebenenfalls dein Logo.
Wenn du später feststellst, dass du weitere Funktionen brauchst, kannst du dein Markenkit jederzeit erweitern.
📌Merksatz
Dein Blog braucht ein wiedererkennbares Aussehen – aber keine komplizierte Markenstrategie.
➡️ Nächster Schritt
Jetzt wird es richtig interessant.
Bisher haben wir Vorlagen verwendet, Bilder ausgetauscht und Texte verändert. Aber Canva kann noch einiges mehr.
Wir schauen uns im letzten Beitrag dieser kleinen Serie an, was du mit den einzelnen Elementen alles anstellen kannst.
Und da wird es tatsächlich ein bisschen magisch. ✨
Zu guter Letzt …
Wenn du noch einmal alle sechs Beiträge meiner kleinen Canva-Serie im Überblick sehen möchtest, geht es hier weiter zu „Dein Canva-Start ist geschafft“.
