Elemente nutzen und anpassen

Zeit für ein bisschen Canva-Magie

Jetzt kommt das, was du bestimmt von Anfang an machen wolltest.
Mir ging es so. Im Rückblick kann ich sagen, dass mir die Tutorials zu Canva zwar kurzfristig geholfen haben, aber schlussendlich war es für mich ein „Touch too much“.
So möchte ich dir hier einen kleinen Anstupser geben und dir zeigen, wie du eine Grafik ganz einfach für dich anpassen kannst.
Am einfachsten war es für mich, mit einem Design zu starten, das mich angesprochen hat. Hier und da passte es nicht zu mir und letztlich sah es dann doch komplett anders aus.
Das finde ich total in Ordnung – dann war die Vorlage einfach nur Ideengeber.
Das ist, jedenfalls für mich, einfacher, als vor einem weißen Blatt zu sitzen.
Nun legen wir aber los.
Ich habe eine Vorlage ausgesucht. Meine Wahl fiel auf einen Blog-Banner. Wenn du eine Vorlage wählst, bietet es sich an, auch gleich auf die Größe der Grafik zu achten. Diese Vorlage ist recht groß.
Vorlagen mit einem Krönchen sind nur in der Pro-Version verfügbar.

Mit „Vorlage anpassen“ legen wir dann los.

Ein Blick auf das Menü an der linken Seite

Canva AI → Pro-Version
Vorlagen → Hier geht es zurück in die Vorlagen-Auswahl.
Elemente → Das schauen wir uns gleich an. Spannender Punkt!
Text → Textbearbeitung – machen wir auch gleich.
Marke → Pro-Version
Uploads → Hier kannst du eigene Bilder hochladen und in deine Grafik einbinden.
Werkzeuge → Da werfen wir auch gleich einen Blick drauf.
Projekte → Siehe „Ordnung in Canva“.
Apps → Siehe "Überblick" …

Textbearbeitung

Fangen wir ganz unspektakulär mit einer Textänderung an.
Ich klicke in den großen Kasten „Online Business Tips“ – und stelle fest: Er besteht aus zwei Textblöcken. Ich muss also beide separat anpassen.
Ich markiere den Text, den ich anpassen möchte, und bemerke, dass ich ein Bearbeitungsmenü hinzubekommen habe.
Zunächst habe ich den Text grob abgeändert.

Im Bearbeitungsmenü kann ich nun die üblichen Textanpassungen vornehmen: Schriftart und Schriftgröße, Schriftfarbe, fett oder nicht, unterstrichen oder durchgestrichen. Ich kann auch eine Aufzählung hinzufügen.
Bei der Schriftart geht ein Menü auf und es kommen Vorschläge zu den verschiedenen Schriftarten. Sehr gut finde ich, dass man die Schriftart sofort einschätzen kann.

Auch toll ist das Menü für die Schriftfarben. Du bekommst die Standardfarben und auch die Fotofarben aufgeschlüsselt vorgelegt und kannst sie ganz stimmig in der Grafik verwenden.

Und dann kommen wir zu den etwas spannenderen Bearbeitungsmöglichkeiten:

T mit dem Doppelpfeil → Hier kannst du Buchstaben- und Zeilenabstand festlegen.
Das Schachbrett mit dem Verlauf → Hier kannst du die Transparenz einstellen.
Effekte → Ein Menü geht auf mit MÖGLICHKEITEN.
Achtung: Ein Zeitdieb! Hier verliert man sich sehr schnell.
Animation → Ähnlich wie bei „Effekte“ gibt es hier unterschiedliche Möglichkeiten, den Text zu animieren. Als Bloganfänger(in) brauchst du das nicht unbedingt.
Position → Ein wichtiger Punkt, wenn du Grafiken und Felder überlappen lassen möchtest. Hier versteckt sich die Bearbeitung der Ebenen in deiner Grafik.
Die Farbrolle → Damit kannst du den Stil kopieren und auf andere Felder anwenden.

Damit kann man schon mal einige Zeit verbringen.
Wenn man den Kasten, in dem die Texte stehen, verändern möchte, setzt man die Markierung auf den äußeren Kasten. Das Bearbeitungsmenü verändert sich.

Ich habe den Kreis neben „Bearbeiten“ markiert. Das ist die Hintergrundfarbe.
Wenn ich in den Kreis klicke, geht das Farbmenü auf und ich kann mir eine Farbe auswählen, die mir passender erscheint.

Auch transparent ist eine Möglichkeit, den Kasten dezent in die Grafik einzufügen.

Das Prinzip der Textbearbeitung dürfte jetzt etwas klarer sein.

Nimm dir die Zeit und probiere aus, was für dich am besten passt.

Bildbearbeitung

Schauen wir als Nächstes auf das eingefügte Bild.

Wie können wir das verändern?

Auch hier verändert sich das Bearbeitungsmenü, wenn du in das Bild klickst.
Als Erstes siehst du die Canva KI mit „Frag Canva“. Da stößt du sehr schnell an deine Grenzen, wenn du nicht die Pro-Version hast.

Traust du dich, auf „Bearbeiten“ zu klicken?

Das öffnet ein bisschen die Büchse der Pandora. Ein richtig großes Spielfeld an Bildbearbeitung, die zum Teil auch ohne die Pro-Version möglich ist.

Du hast gerade Zeit und bist in Spiellaune?
Dann klicke ins Bild und anschließend auf „Bearbeiten“.

Viel Spaß!

Keine Bange – lässt sich alles wieder rückgängig machen.

Weiter geht’s im Bearbeitungsmenü:

Leider ist der Hintergrundentferner nur für die Pro-Version verfügbar.
Unter „Radiergummi“ ist der Magic Eraser ebenfalls der Pro-Version vorbehalten. Du kannst aber den Pixel Eraser nutzen.
Mich hat das ganz stark an eine alte Photoshop-Version erinnert. So hat man früher Hintergründe entfernt.
Also möglich ist es schon, Hintergründe ohne die Pro-Version zu entfernen – allerdings ist es mühsam.

Mit der Linienfunktion kannst du einen Rahmen um das Bild ziehen.
Bei Zuschneiden kannst du den Bildausschnitt verändern.
Spiegeln kannst du das Bild horizontal und vertikal.
Das Schachbrett mit dem Verlauf erlaubt es dir, die Transparenz des Bildes zu verändern. Wenn du also dein Bild nicht ganz so präsent in der Grafik haben möchtest, kannst du mit dieser Möglichkeit dein Bild dezent in Szene setzen.

Effekte und Animation sind ebenso zu sehen wie in der Textbearbeitung. Das würde ich im Blog nur sehr vorsichtig einsetzen.
Eine Animation kann zusätzliche Ressourcen benötigen und damit unter Umständen die Ladezeit deiner Seite beeinflussen. Trotzdem würde ich mir die Möglichkeiten einmal ansehen und ausprobieren – und wenn es nur darum geht, ein Gefühl dafür zu bekommen.

Position finde ich sehr wichtig – ebenso wie bei der Textbearbeitung schon erwähnt.
Du hast in der Grafik mehrere Elemente, die sich wahrscheinlich an einigen Stellen überlappen, und du musst festlegen, welches Element im Hintergrund beziehungsweise im Vordergrund stehen soll.

Während wir hier so nett über die Möglichkeiten der Bearbeitung plaudern, habe ich das Bild gelöscht!

Oups?!
Nein – Absicht.

Ich könnte es mir mit dem Rückgängig-Pfeil in der oberen blauen Menüleiste zurückholen. Das will ich aber gerade nicht, denn ich möchte mit dir ein anderes Bild aussuchen.

Entweder ich greife jetzt in die Canva-Schatzkiste und wähle ein Foto aus den Elementen aus, oder ich lade unter „Uploads“ ein eigenes Bild in Canva hoch.
Dieses lässt sich dann ebenso bearbeiten wie ein Bild, das ich mir aus den Canva-Elementen gezogen habe.
Wenn du ein Bild hast, das zu deinem Blogbeitrag passt, dann nimm unbedingt ein eigenes Bild.
Auch wenn es vielleicht nicht perfekt fotografiert ist: Es transportiert mehr Persönlichkeit als ein Stockfoto.

Gehen wir davon aus, dass bedauerlicherweise kein eigenes Bild zur Verfügung steht.
Öffne „Elemente“ – nicht schwach werden! Erst einmal konzentriert nur bei den Fotos gucken.
Ich weiß, dass die Auswahl und die Möglichkeiten in diesem Bereich sehr groß sind.
Im geöffneten Bereich „Elemente“ auf „Fotos“ klicken.
Beschreibe, wonach du suchst. Das schränkt die Bilderflut schon einmal besser ein.
Sagen wir mal, wir suchen eine Frau mit einem Laptop.

Du kannst deine Suche auch verfeinern.
Ich habe jetzt mal „Ältere Frau mit Laptop“ ins Suchfeld getippt und mein Ergebnis hat sich wirklich verändert.
Wieder gilt hier: Die Bilder mit Krönchen gehören zur Pro-Version.
Ich wähle ein Foto aus.
Beim Betrachten fällt mir auf, dass die Farbwahl nicht mehr richtig passt und dass der Kasten neben der Frau einfach zu hart wirkt.
Der Text passt auch nicht mehr.

Also habe ich das Bild verändert.

Damit die Frau zugewandt sitzt, habe ich das Foto vertikal gespiegelt.

Die Überschrift – Text, Schriftart und Farbe – habe ich verändert.

Die Position der Linie und die Farbe habe ich geändert.

Der Kasten ist verschwunden – ich habe einen Kreis über die linke Ecke hinausgezogen.

Den Kreishintergrund habe ich aus den Fotofarben genommen.

Ein zweiter Kreis in einer Kontrastfarbe liegt hinter dem ersten Kreis und die Position ist auf „nach hinten“ gestellt.
Auch den Text, die Schriftart und die Schriftfarbe im ersten Kreis habe ich verändert.

So könnte man eine Grafik verändern.
Sieht ganz anders aus als die Vorlage?

Ja, stimmt.

Die Vorlage diente nur als erste Idee.

Übrigens habe ich der Grafik auch einen anderen Namen gegeben, damit ich sie nachher gut wiederfinde.
Ganz einfach überschrieben – speichern macht Canva.

Jetzt kann ich mir die Grafik herunterladen.
Ich gehe auf „Teilen“.

Dann auf „Download“.

Ich schaue noch, ob mir die Größe gefällt, und würde sie gegebenenfalls mit dem Schieberegler anpassen.

Auf jeden Fall begrenze ich die Größe. Schau dazu gerne noch einmal in die WordPress-Serie.
Dann nur noch auf „Download“ und meine Grafik steht mir zur Verfügung.

 

Alle Beiträge zu meiner Canva-Serie findest du HIER.

 

💡 Mein Tipp

Trau dich, eine Vorlage komplett zu verändern.
Du musst sie nicht so lassen, wie Canva sie vorgesehen hat. Farben, Schriften, Bilder, Formen und Positionen lassen sich verändern.
Und wenn am Ende kaum noch etwas von der ursprünglichen Vorlage übrig ist, ist das völlig in Ordnung.
Vielleicht war sie einfach nur deine erste Idee.

📌 Merksatz

Eine Vorlage ist kein fertiges Ergebnis. Sie ist eine Abkürzung auf dem Weg zu deiner eigenen Grafik.

➡️ Nächster Schritt

Du hast jetzt gesehen, wie du mit Canva eine Vorlage verändern und daraus etwas Eigenes machen kannst.
Und damit sind wir am Ende meiner kleinen Canva-Serie angekommen.
Wenn du jetzt denkst: „Das war ja gar nicht so schwer“, dann hat die Serie ihren Zweck erfüllt.
Und wenn du noch einmal etwas nachschauen möchtest, findest du hier alle Beiträge auf einen Blick.

Zu guter Letzt …
Hier geht es zu „Dein Canva-Start ist geschafft“.

 

KI für den Blogalltag?

Wenn wir von KI sprechen, dann verallgemeinern wir diesen Begriff sehr stark. KI – also künstliche Intelligenz – begegnet uns im persönlichen Alltag inzwischen an vielen Stellen, oft ziemlich unbemerkt. Vielleicht hast du einen Saugroboter oder eine Alexa, vielleicht nutzt du eine App zum Kalorienzählen … je nach Gerät oder Anwendung können dort KI-Verfahren zum Einsatz kommen. Die Aufzählung ließe sich übrigens beliebig erweitern.

Bleiben wir bei unserem Blogalltag.

Wenn wir hier von KI reden, meinen wir in den meisten Fällen LLMs, sogenannte Large Language Models, mit denen wir chatten oder uns kleine hilfreiche Assistenten für wiederkehrende Aufgaben bauen können.

Die gängigen LLMs, die mir gerade einfallen: ChatGPT, Claude, Copilot, Gemini. Nur um einen Eindruck zu haben, worüber wir hier reden wollen.

Ich möchte mich in diesem Beitrag nur um die LLMs kümmern, denn sie liefern, so meine Meinung, den meisten Nutzen in unserem Blogalltag, ohne dass wir uns sehr eingehend mit der Materie befassen müssen.

Dieser Beitrag hier zum Beispiel ist eine Idee von mir, er ist von mir geschrieben und wird am Ende meiner Kladde einmal bei ChatGPT vorgestellt – mit der Bitte, die Lesbarkeit zu überprüfen und eine Rechtschreib- und Grammatikprüfung durchzuführen. Ebenfalls lasse ich prüfen, ob es inhaltliche Fehler gibt.

ChatGPT ist hier schließlich sowas von vom Fach. ;o)

Aber der Reihe nach:

Was kann ein LLM mir als Blogger bieten – und wovon sollte ich lieber Abstand nehmen?

Ein LLM kann dir von A bis Z einen Beitrag schreiben und die Schlagwörter liefern, ebenso wie die Metabeschreibung.

Ich habe das für einige Beiträge gemacht und dann festgestellt, dass mir diese Beiträge gar nicht so richtig am Herzen lagen und ihnen ein bisschen von meinem Herzblut fehlte.

Dann habe ich wieder das Zepter in die Hand genommen und schreibe die Beiträge so vor, wie es mir aus den Fingern fließt.

Dadurch, dass ich schon relativ lange mit dem LLM im Chat bin, kennt es meine Schreibweise schon recht genau und bringt meine Beiträge wirklich nur noch in Form.

Recherche mit KI

Ganz ehrlich – ich nutze ChatGPT wirklich sehr gerne, wenn ich zu Themen Fragen habe, zu denen ich Informationen im Internet finden kann. Wenn ChatGPT auf aktuelle Webquellen zugreifen kann, kann es mir dabei helfen, Informationen zu recherchieren und einzuordnen.

Bitte hier nicht blind alles glauben, was dir unwahrscheinlich erscheint. Auch eine KI kann nicht alles wissen und bietet dir möglicherweise Antworten an, die nicht korrekt sind. Ein Sprachmodell kann sogar sehr überzeugend klingende, aber falsche Informationen liefern. Man nennt so etwas Halluzination.

Deshalb gilt für mich: Wenn mir etwas wichtig oder merkwürdig vorkommt, schaue ich lieber noch einmal nach.

Wenn es im Blog technisch klemmt

Ein weiterer Punkt, bei dem ich ChatGPT wirklich richtig schätze: Wenn ich technisch im Blog auf Probleme stoße.

Ein Beitrag wird nicht richtig angezeigt oder ein Beitragsbild ist zu groß.

Ich beschreibe mein Problem und erhalte Lösungsansätze, die dann Schritt für Schritt abgearbeitet werden können.

Gerade wenn man nicht genau weiß, wonach man eigentlich suchen soll, kann das eine große Hilfe sein.

ChatGPT als Ideengeber

Wenn ich so gar nicht weiß, wie ich einen Beitrag angehen soll, oder wenn ich die Struktur des Blogs überprüft haben möchte, dann ist für mich ChatGPT mein Ideengeber, wenn mir gerade keine menschliche Stimme zur Verfügung steht.

Dabei geht es für mich nicht darum, mir die Arbeit komplett abnehmen zu lassen. Manchmal brauche ich einfach jemanden, der mitdenkt, Fragen stellt oder eine Idee einmal von einer anderen Seite betrachtet.

Einfach ausprobieren

Ich kann dir nur raten: Probiere es aus.

Wenn du ganz neu bist im Umgang mit ChatGPT und Co., dann wirst du dir erst einmal das Prompten angewöhnen müssen. Ein Prompt ist die Frage, die du deinem KI-Modell stellst. Ähnlich wie eine Google-Suchanfrage. Beste Ergebnisse erhältst du, wenn du sehr detailliert bist.

Beschreibe möglichst genau, wer du bist, was dein Blog aussagen soll und was deine Frage ist. Wenn du mit der Antwort noch nichts anfangen kannst, frag weiter.

Es lohnt sich, finde ich, dranzubleiben. Mir hat es schon sehr geholfen und Stunden eingespart, die ich für mich nutzen konnte.

Und was ist mit dem Rest der KI?

Zum Schluss: Ein LLM ist nicht das Ende der Möglichkeiten, die dir KI in deinem Blogalltag bieten kann. Es ist eher der Anfang.

Wenn du dich mehr mit dem Thema auseinandersetzen möchtest, dann solltest du dich mit aktuellen Tutorials und Informationen beschäftigen. Die Entwicklung von KI ist so schnell, dass mein kleiner Blog es nicht schaffen wird, hier immer auf dem aktuellsten Stand zu sein.

Und das ist auch gar nicht mein Anspruch.

Ich möchte dir zeigen, was mir im Blogalltag hilft und wo ich für mich einen sinnvollen Einsatz von KI gefunden habe.