Ordnung in Canva

Wenn du eine strukturierte Arbeitsbiene bist, Ordnung magst und nicht lange herumsuchen möchtest, dann sollte deine Canva-Startseite besser nicht so aussehen wie meine zu diesem Zeitpunkt.
Tadaaaa:

Nun möchte man meinen, ich wäre die Chaos-Queen schlechthin.
Das stimmt aber nicht. Ich liebe Ordnung und ich liebe strukturiertes Arbeiten – und dennoch ist mir das hier passiert.
Eine richtig große Ansammlung der verschiedensten Grafiken. Ordnung auf den ersten Blick? Absolute Fehlanzeige.
Das kann ich wirklich nicht empfehlen.

Wie kam es dazu?

Ich habe mir selbst ein bisschen im Weg gestanden. Angefangen habe ich nämlich wirklich vorbildlich – mit einer guten, vorbereiteten Struktur.
Ob du deine Canva-Dateien tatsächlich so detailliert strukturieren möchtest, liegt ganz bei dir. Ich möchte dir nur zeigen, wie du dir eine solche Struktur aufbauen kannst.
Los geht's!

Am Anfang war ich noch eisern und legte meine Grafiken richtig ab. Dann kam ein zweiter Blog dazu und Redaktionspläne. Der Zeitdruck, schnell die Grafiken fertig zu bekommen, führte schließlich dazu, dass auf meiner Startseite immer mehr Chaos entstand und meine gut vorbereiteten Ordner sich nicht füllten.
Wenn du es dir von Anfang an leichter machen möchtest, ist das hier eine gute Möglichkeit.

Benenne deine Grafiken sinnvoll

Meine erste Empfehlung: Benenne deine Grafik sinnvoll.
Canva vergibt automatisch einen Dateinamen. Der muss dir aber nicht gefallen.
Ändern kannst du ihn ganz einfach, indem du den Dateinamen überschreibst. Canva speichert die Änderung automatisch.
Das findest du hier:

Das ist schon einmal ein guter Schritt – auch mit Blick auf deinen Blog. Es ist immer sinnvoll, die Dateinamen deiner Bilder nicht einfach dem Zufall zu überlassen.

Wo ist eigentlich die Startseite?

Noch ein kleiner Tipp aus der Praxis:
Eine Sache hat mich bei Canva anfangs immer wieder verunsichert: Die Startseite war nicht immer ganz einfach zu finden.
Wenn es dir genauso geht, dann schau mal hier:

Da versteckt sie sich.
Da wir das nun geklärt haben, geht es mit unserem Ordnungsthema weiter.

Projekte – dein Ordnungssystem in Canva

In der linken Menüleiste von Canva siehst du Projekte.
Bei dir wird es wahrscheinlich zunächst so aussehen, wenn du gerade mit Canva beginnst:

Screenshot der Canva-Seite Projekte

Nochmal zur Erinnerung – bei mir sieht es derzeit so aus:

Ich kann hier also schon einmal meine Ordner nutzen und meine Grafiken von der Startseite hierher verschieben.
Natürlich kannst du auch weitere Ordner erstellen.
Das Erste, was du hier tun kannst: Überlege dir, welche unterschiedlichen Grafiken du für deinen Blog erstellen möchtest, und lege dafür passende Ordner an.
Du kannst jederzeit weitere Ordner und auch Unterordner anlegen.

So legst du einen Ordner an

Klicke im Menü auf Projekte. Es öffnet sich ein Untermenü neben der ersten Menüleiste. Hier findest du Deine Projekte – klick mal drauf.

Oben rechts habe ich dir im Screenshot das + markiert.
Wenn du in deinem Canva daraufklickst, kannst du verschiedene Dinge hinzufügen. Ganz oben steht unter anderem Neuer Ordner.
Darauf klicken wir.

Vergib jetzt einen Namen und klicke auf Ordner erstellen.
Meinen Ordner habe ich in diesem Fall „Test“ genannt.
Der Ordner hat sich zum Standardordner Uploads hinzugesellt. So sieht das jetzt aus:

Geh einmal mit der Maus auf den Ordner. Es blendet sich ein kleines Menü mit einem Stern und den drei Punkten ein – hinter denen sich bei Canva so gern noch mehr verbirgt.
Klickst du auf das Sternchen, machst du deinen Ordner zum Favoriten. Ein erneuter Klick darauf nimmt diesen Status wieder weg.
Klick jetzt einmal auf die drei Punkte.

Hier kannst du deinen Ordner:
• bearbeiten, also zum Beispiel umbenennen,
• in einem neuen Reiter öffnen – ganz praktisch, wenn du an anderer Stelle weiterarbeiten möchtest,
• kopieren und die Kopie anschließend umbenennen,
• verschieben und ihn damit zum Unterordner machen.

Und wie kommen die Grafiken in die Ordner?

Wenn wir jetzt wieder an mein Startseitengewusel zurückdenken, stellt sich natürlich die Frage: Wie bekomme ich meine Grafiken denn in die Ordner?
Gehen wir dazu noch einmal auf meine Startseite.
Ich wähle eine Grafik aus und gehe wieder auf die drei Punkte.

Klicke auf Verschieben. Jetzt öffnet sich ein Menü und Canva zeigt dir die Ordner an, die für dich zur Auswahl stehen.
Klicke auf den Ordner, in den deine Grafik soll.
In meinem Fall soll sie in einen Unterordner innerhalb des Ordners Elbwisch. Also klicke ich bei „Elbwisch“ auf den kleinen Pfeil und wähle anschließend den richtigen Ordner aus.
Fertig.
Das mache ich jetzt Grafik für Grafik und ärgere mich ein bisschen darüber, dass ich das nicht schon viel früher gemacht habe. 😄

Aber immerhin: Jetzt ist Ordnung in Sicht.

 

Alle Beiträge zu meiner Canva-Serie findest du HIER.

 

💡 Mein Tipp

Benenne deine Grafiken direkt beim Erstellen sinnvoll.

📌 Merksatz

Ordnung in Canva kostet am Anfang ein bisschen Zeit – später spart sie dir viel davon.

➡️ Nächster Schritt

Mit Canva kannst du dein Branding erstellen.

KI für den Blogalltag?

Wenn wir von KI sprechen, dann verallgemeinern wir diesen Begriff sehr stark. KI – also künstliche Intelligenz – begegnet uns im persönlichen Alltag inzwischen an vielen Stellen, oft ziemlich unbemerkt. Vielleicht hast du einen Saugroboter oder eine Alexa, vielleicht nutzt du eine App zum Kalorienzählen … je nach Gerät oder Anwendung können dort KI-Verfahren zum Einsatz kommen. Die Aufzählung ließe sich übrigens beliebig erweitern.

Bleiben wir bei unserem Blogalltag.

Wenn wir hier von KI reden, meinen wir in den meisten Fällen LLMs, sogenannte Large Language Models, mit denen wir chatten oder uns kleine hilfreiche Assistenten für wiederkehrende Aufgaben bauen können.

Die gängigen LLMs, die mir gerade einfallen: ChatGPT, Claude, Copilot, Gemini. Nur um einen Eindruck zu haben, worüber wir hier reden wollen.

Ich möchte mich in diesem Beitrag nur um die LLMs kümmern, denn sie liefern, so meine Meinung, den meisten Nutzen in unserem Blogalltag, ohne dass wir uns sehr eingehend mit der Materie befassen müssen.

Dieser Beitrag hier zum Beispiel ist eine Idee von mir, er ist von mir geschrieben und wird am Ende meiner Kladde einmal bei ChatGPT vorgestellt – mit der Bitte, die Lesbarkeit zu überprüfen und eine Rechtschreib- und Grammatikprüfung durchzuführen. Ebenfalls lasse ich prüfen, ob es inhaltliche Fehler gibt.

ChatGPT ist hier schließlich sowas von vom Fach. ;o)

Aber der Reihe nach:

Was kann ein LLM mir als Blogger bieten – und wovon sollte ich lieber Abstand nehmen?

Ein LLM kann dir von A bis Z einen Beitrag schreiben und die Schlagwörter liefern, ebenso wie die Metabeschreibung.

Ich habe das für einige Beiträge gemacht und dann festgestellt, dass mir diese Beiträge gar nicht so richtig am Herzen lagen und ihnen ein bisschen von meinem Herzblut fehlte.

Dann habe ich wieder das Zepter in die Hand genommen und schreibe die Beiträge so vor, wie es mir aus den Fingern fließt.

Dadurch, dass ich schon relativ lange mit dem LLM im Chat bin, kennt es meine Schreibweise schon recht genau und bringt meine Beiträge wirklich nur noch in Form.

Recherche mit KI

Ganz ehrlich – ich nutze ChatGPT wirklich sehr gerne, wenn ich zu Themen Fragen habe, zu denen ich Informationen im Internet finden kann. Wenn ChatGPT auf aktuelle Webquellen zugreifen kann, kann es mir dabei helfen, Informationen zu recherchieren und einzuordnen.

Bitte hier nicht blind alles glauben, was dir unwahrscheinlich erscheint. Auch eine KI kann nicht alles wissen und bietet dir möglicherweise Antworten an, die nicht korrekt sind. Ein Sprachmodell kann sogar sehr überzeugend klingende, aber falsche Informationen liefern. Man nennt so etwas Halluzination.

Deshalb gilt für mich: Wenn mir etwas wichtig oder merkwürdig vorkommt, schaue ich lieber noch einmal nach.

Wenn es im Blog technisch klemmt

Ein weiterer Punkt, bei dem ich ChatGPT wirklich richtig schätze: Wenn ich technisch im Blog auf Probleme stoße.

Ein Beitrag wird nicht richtig angezeigt oder ein Beitragsbild ist zu groß.

Ich beschreibe mein Problem und erhalte Lösungsansätze, die dann Schritt für Schritt abgearbeitet werden können.

Gerade wenn man nicht genau weiß, wonach man eigentlich suchen soll, kann das eine große Hilfe sein.

ChatGPT als Ideengeber

Wenn ich so gar nicht weiß, wie ich einen Beitrag angehen soll, oder wenn ich die Struktur des Blogs überprüft haben möchte, dann ist für mich ChatGPT mein Ideengeber, wenn mir gerade keine menschliche Stimme zur Verfügung steht.

Dabei geht es für mich nicht darum, mir die Arbeit komplett abnehmen zu lassen. Manchmal brauche ich einfach jemanden, der mitdenkt, Fragen stellt oder eine Idee einmal von einer anderen Seite betrachtet.

Einfach ausprobieren

Ich kann dir nur raten: Probiere es aus.

Wenn du ganz neu bist im Umgang mit ChatGPT und Co., dann wirst du dir erst einmal das Prompten angewöhnen müssen. Ein Prompt ist die Frage, die du deinem KI-Modell stellst. Ähnlich wie eine Google-Suchanfrage. Beste Ergebnisse erhältst du, wenn du sehr detailliert bist.

Beschreibe möglichst genau, wer du bist, was dein Blog aussagen soll und was deine Frage ist. Wenn du mit der Antwort noch nichts anfangen kannst, frag weiter.

Es lohnt sich, finde ich, dranzubleiben. Mir hat es schon sehr geholfen und Stunden eingespart, die ich für mich nutzen konnte.

Und was ist mit dem Rest der KI?

Zum Schluss: Ein LLM ist nicht das Ende der Möglichkeiten, die dir KI in deinem Blogalltag bieten kann. Es ist eher der Anfang.

Wenn du dich mehr mit dem Thema auseinandersetzen möchtest, dann solltest du dich mit aktuellen Tutorials und Informationen beschäftigen. Die Entwicklung von KI ist so schnell, dass mein kleiner Blog es nicht schaffen wird, hier immer auf dem aktuellsten Stand zu sein.

Und das ist auch gar nicht mein Anspruch.

Ich möchte dir zeigen, was mir im Blogalltag hilft und wo ich für mich einen sinnvollen Einsatz von KI gefunden habe.