WordPress-Dashboard – was verbirgt sich dahinter?

Das Dashboard

Das ist quasi das Armaturenbrett im Backend deines Blogs. Es hat noch einige weitere Menüpunkte, als nur die bereits erklärten Einstellungen. Für den Anfang brauchst du sie nicht alle. Ein paar werden wir uns etwas genauer anschauen. Zum starten sind nur wenige Punkte wirklich erforderlich. Den Rest werde ich zunächst nicht erklären. Manchmal ist weniger mehr. Es gibt so viel Neues - da will ich mit Erklärungen nicht mehr Verwirrung stiften.

Die Menüpunkte, die ich nicht erkläre kommen nach unten in den Beitrag - dazu gibt es dann eine Mini-Erklärung, falls du wissen möchtest womit du es hier zu tun haben könntest. 

Plugins

Da hab ich mich anfangs wirklich leiten lassen von diversen Tutorials und da wurden dann einige Plugins empfohlen, die ich dann sogleich geladen habe. In Vorbereitung auf diesen Artikel habe ich die Plugins alle noch einmal auf den Prüfstand gestellt: Was brauche ich - was tut dem Blog gut - was zahlt eventuell auf Geschwindigkeit ein und habe ich überhaupt ein Backup-Plugin.

Es trat Erstaunliches zu Tage! Ich habe schlappe 26 Plugins gehabt - einige doppelt, andere fehlten komplett. Aufräumen war angesagt!

Um folgende Plugins solltest du dich kümmern - mehr brauchst du am Anfang nicht:

🔒 Sicherheit

  • Wordfence
    👉 Einfach einzurichten, solide Basis

🚀 Performance

  • LiteSpeed Cache (wenn Hosting passt)
    oder
  • WP Rocket

👉 Das ist kein „Nice to have“. Langsame Blogs sterben früh.


🔍 SEO

  • Rank Math oder Yoast SEO

💾 Backup

  • UpdraftPlus
    👉 Minimalaufwand, maximaler Schutz

🧼 Spam

  • Akismet

👉 Kommentare ohne Spamfilter = Chaos nach wenigen Wochen

Design

Im Punkt Design - Themes kann man sich wirklich verlieren! Das sind die Blogvorlagen, die deinem Blog den Look geben. Ich gebe gerne zu, dass ich da anfangs endlos viel rumgespielt habe und viel Zeit verschenkt habe, die ich besser zum Beiträge schreiben verwendet hätte. Denn am Anfang ist der Look noch gar nicht wichtig. Du brauchst Inhalte!

Dein Template (also die Design-Vorlage) kannst du ganz getrost später verändern.

Meine Empfehlung ist hier das voreingestellte Template zu lassen. Bis du mehr im Thema bist und dein Blog schon ein paar Beiträge hat.

Das ist wirklich nur ein gut gemeinter Rat, denn am Anfang ist viel Neues zu erfahren und zu verstehen. Das eingestellte Thema ist sehr clean - du machst damit nichts falsch.

Medien – deine Bilder und Dateien verwalten

Im Menüpunkt „Medien“ findest du die sogenannte Mediathek. Hier werden alle Bilder und Dateien gespeichert, die du in deinem Blog verwendest.

Wenn du einen neuen Beitrag schreibst, kannst du Bilder direkt aus der Mediathek auswählen oder neue hochladen. Einmal hochgeladen, kannst du sie immer wieder verwenden.

Wichtig für die Ladezeit deines Blogs:
Lade Bilder nicht in Originalgröße hoch (zum Beispiel direkt vom Handy), sondern verkleinere sie vorher. Eine Breite von etwa 1000 bis 1200 Pixeln ist für die meisten Blogs ideal.

Achte auch darauf, dass die Datei nicht zu groß ist – das sorgt dafür, dass deine Seite schneller lädt.

Tipp: Vergib schon beim Hochladen einen passenden Dateinamen, zum Beispiel „naehen-kissenbezug.jpg“ statt „IMG_1234.jpg“. Das hilft später auch bei der Auffindbarkeit.

Weitere Menüpunkte im Dashboard (kurz erklärt)

Neben den bereits vorgestellten Bereichen gibt es noch einige weitere Menüpunkte im WordPress-Dashboard. Diese schauen wir uns später noch genauer an – hier bekommst du erstmal einen kurzen Überblick:

Beiträge
Hier schreibst und verwaltest du deine Blogartikel – dazu folgt als Nächstes eine eigene Anleitung.

Seiten
Seiten sind statische Inhalte wie „Über mich“ oder „Kontakt“.

Kommentare
Hier kannst du die Kommentare deiner Leser lesen, freischalten oder beantworten.

Benutzer
Wenn mehrere Personen an deinem Blog arbeiten, kannst du hier Benutzer anlegen und verwalten.

Werkzeuge
Ein Bereich für spezielle Funktionen, den du am Anfang meist nicht brauchst.

👉 Alle Schritte zu meiner WordPress-Serie findest du hier

KI für den Blogalltag?

Wenn wir von KI sprechen, dann verallgemeinern wir diesen Begriff sehr stark. KI – also künstliche Intelligenz – begegnet uns im persönlichen Alltag inzwischen an vielen Stellen, oft ziemlich unbemerkt. Vielleicht hast du einen Saugroboter oder eine Alexa, vielleicht nutzt du eine App zum Kalorienzählen … je nach Gerät oder Anwendung können dort KI-Verfahren zum Einsatz kommen. Die Aufzählung ließe sich übrigens beliebig erweitern.

Bleiben wir bei unserem Blogalltag.

Wenn wir hier von KI reden, meinen wir in den meisten Fällen LLMs, sogenannte Large Language Models, mit denen wir chatten oder uns kleine hilfreiche Assistenten für wiederkehrende Aufgaben bauen können.

Die gängigen LLMs, die mir gerade einfallen: ChatGPT, Claude, Copilot, Gemini. Nur um einen Eindruck zu haben, worüber wir hier reden wollen.

Ich möchte mich in diesem Beitrag nur um die LLMs kümmern, denn sie liefern, so meine Meinung, den meisten Nutzen in unserem Blogalltag, ohne dass wir uns sehr eingehend mit der Materie befassen müssen.

Dieser Beitrag hier zum Beispiel ist eine Idee von mir, er ist von mir geschrieben und wird am Ende meiner Kladde einmal bei ChatGPT vorgestellt – mit der Bitte, die Lesbarkeit zu überprüfen und eine Rechtschreib- und Grammatikprüfung durchzuführen. Ebenfalls lasse ich prüfen, ob es inhaltliche Fehler gibt.

ChatGPT ist hier schließlich sowas von vom Fach. ;o)

Aber der Reihe nach:

Was kann ein LLM mir als Blogger bieten – und wovon sollte ich lieber Abstand nehmen?

Ein LLM kann dir von A bis Z einen Beitrag schreiben und die Schlagwörter liefern, ebenso wie die Metabeschreibung.

Ich habe das für einige Beiträge gemacht und dann festgestellt, dass mir diese Beiträge gar nicht so richtig am Herzen lagen und ihnen ein bisschen von meinem Herzblut fehlte.

Dann habe ich wieder das Zepter in die Hand genommen und schreibe die Beiträge so vor, wie es mir aus den Fingern fließt.

Dadurch, dass ich schon relativ lange mit dem LLM im Chat bin, kennt es meine Schreibweise schon recht genau und bringt meine Beiträge wirklich nur noch in Form.

Recherche mit KI

Ganz ehrlich – ich nutze ChatGPT wirklich sehr gerne, wenn ich zu Themen Fragen habe, zu denen ich Informationen im Internet finden kann. Wenn ChatGPT auf aktuelle Webquellen zugreifen kann, kann es mir dabei helfen, Informationen zu recherchieren und einzuordnen.

Bitte hier nicht blind alles glauben, was dir unwahrscheinlich erscheint. Auch eine KI kann nicht alles wissen und bietet dir möglicherweise Antworten an, die nicht korrekt sind. Ein Sprachmodell kann sogar sehr überzeugend klingende, aber falsche Informationen liefern. Man nennt so etwas Halluzination.

Deshalb gilt für mich: Wenn mir etwas wichtig oder merkwürdig vorkommt, schaue ich lieber noch einmal nach.

Wenn es im Blog technisch klemmt

Ein weiterer Punkt, bei dem ich ChatGPT wirklich richtig schätze: Wenn ich technisch im Blog auf Probleme stoße.

Ein Beitrag wird nicht richtig angezeigt oder ein Beitragsbild ist zu groß.

Ich beschreibe mein Problem und erhalte Lösungsansätze, die dann Schritt für Schritt abgearbeitet werden können.

Gerade wenn man nicht genau weiß, wonach man eigentlich suchen soll, kann das eine große Hilfe sein.

ChatGPT als Ideengeber

Wenn ich so gar nicht weiß, wie ich einen Beitrag angehen soll, oder wenn ich die Struktur des Blogs überprüft haben möchte, dann ist für mich ChatGPT mein Ideengeber, wenn mir gerade keine menschliche Stimme zur Verfügung steht.

Dabei geht es für mich nicht darum, mir die Arbeit komplett abnehmen zu lassen. Manchmal brauche ich einfach jemanden, der mitdenkt, Fragen stellt oder eine Idee einmal von einer anderen Seite betrachtet.

Einfach ausprobieren

Ich kann dir nur raten: Probiere es aus.

Wenn du ganz neu bist im Umgang mit ChatGPT und Co., dann wirst du dir erst einmal das Prompten angewöhnen müssen. Ein Prompt ist die Frage, die du deinem KI-Modell stellst. Ähnlich wie eine Google-Suchanfrage. Beste Ergebnisse erhältst du, wenn du sehr detailliert bist.

Beschreibe möglichst genau, wer du bist, was dein Blog aussagen soll und was deine Frage ist. Wenn du mit der Antwort noch nichts anfangen kannst, frag weiter.

Es lohnt sich, finde ich, dranzubleiben. Mir hat es schon sehr geholfen und Stunden eingespart, die ich für mich nutzen konnte.

Und was ist mit dem Rest der KI?

Zum Schluss: Ein LLM ist nicht das Ende der Möglichkeiten, die dir KI in deinem Blogalltag bieten kann. Es ist eher der Anfang.

Wenn du dich mehr mit dem Thema auseinandersetzen möchtest, dann solltest du dich mit aktuellen Tutorials und Informationen beschäftigen. Die Entwicklung von KI ist so schnell, dass mein kleiner Blog es nicht schaffen wird, hier immer auf dem aktuellsten Stand zu sein.

Und das ist auch gar nicht mein Anspruch.

Ich möchte dir zeigen, was mir im Blogalltag hilft und wo ich für mich einen sinnvollen Einsatz von KI gefunden habe.