Noch vor vergleichsweise kurzer Zeit wusste ich gar nicht, dass Twitch überhaupt existiert. Meine Tochter brachte mich darauf, als wir über meinen Nähblog diskutierten.

Sie gab mir die Aufgabe: „Guck dich doch einfach mal da um. Da sind auch ganz viele kreative Leute unterwegs, die einfach streamen, was sie tun.“

Okay – ich bin ja aufgeschlossen und schaute mir das gleich mal an.

Ehrlich gestanden, fand ich die Community rund um kreative Handmade-Inhalte eher klein. Man muss wirklich wissen, wo man sie findet. Die deutsche Community im Handmade-Bereich war noch kleiner und was meine Altersklasse angeht, wurde es dann noch einmal überschaubarer.

Vielleicht entwickelt sich das noch.

Was mich allerdings abgeschreckt hat, waren die oftmals sehr, sehr langen Streamingzeiten anderer Streamer. Die Gamer, die Twitch nach wie vor stark prägen, sind da teilweise extrem unterwegs.

Das kann und will ich auf gar keinen Fall leisten.

Solche Vorbilder sollte man sich nicht nehmen. 😉

Auch der Austausch mit der Community ist für mich eher gewöhnungsbedürftig. Man unterhält sich mit seinen Zuschauern im Chat. Also ist es unerlässlich, den Chat im Blick zu behalten – wenn … ja, wenn man erst einmal die ersten Zuschauer hat.

Denn wie bei allen Social-Media-Plattformen muss man erst einmal gefunden werden.

Auch Twitch bietet Kategorien und Tags, über die Inhalte gefunden werden können. Für kreative Inhalte gibt es beispielsweise den Bereich „Kreativ“. Die passende Kategorie hilft dabei, einen Stream für interessierte Zuschauer auffindbar zu machen.

Was ist Twitch?

Twitch ist eine Plattform für Live-Streaming und interaktive Inhalte. Menschen übertragen dort live, was sie gerade tun, und können sich währenddessen über den Chat mit ihren Zuschauern austauschen.

Twitch ist vor allem für Gaming bekannt, inzwischen gibt es dort aber auch viele andere Inhalte – unter anderem Musik, Kunst, kreative Arbeiten und verschiedene Aktivitäten aus dem Alltag.

Twitch gibt es seit 2011. 2014 wurde Twitch von Amazon übernommen.

Bei Twitch registrieren

Die Registrierung eines Twitch-Kontos ist kostenlos. Du kannst dich über die Website oder die App anmelden und benötigst unter anderem einen Benutzernamen, ein Passwort und dein Geburtsdatum. Auch eine Registrierung über Google, Apple oder Amazon ist möglich.

Für den Benutzernamen würde ich den Blognamen empfehlen – das zahlt auf die Wiedererkennbarkeit ein.

Anschließend kannst du dir erst einmal in Ruhe anschauen, welche Kategorien und Inhalte dich interessieren.

Wie geht es dann weiter?

Am besten schaust du dir einige Streamer an, die deinen Interessen entsprechen und bestenfalls auch zu deinem Blog passen.

Man bekommt dabei schon ein relativ gutes Gefühl für Twitch:

Was gefällt mir?

Was würde ich anders machen?

Wo kann ich mich wiederfinden?

Wie funktioniert das mit dem Chat?

Das erkennt man am allerbesten, wenn man es selbst einmal testet.

Sei allerdings darauf gefasst, dass du vom Streamer direkt angesprochen werden kannst. Er sieht, wenn du dich in seinem Stream befindest.

Da fühlte ich mich zunächst etwas ertappt. 😄

Wie gesagt: Für mich war das alles erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig.

Warum sollte ich Twitch für meinen Blog nutzen?

Du möchtest deinen Blog bekannt(er) machen?

Dann gilt auch hier: Wenn du die Zeit erübrigen kannst, nutze die Plattformen, die dir sympathisch sind und bei denen du dich und deinen Blog wiederfindest.

Twitch kannst du zunächst einfach einmal ausprobieren.

Vielleicht stellst du dabei fest, dass dir Live-Streaming richtig Spaß macht. Vielleicht merkst du aber auch: Das ist überhaupt nicht mein Ding.

Beides ist vollkommen in Ordnung.

Für einen ersten Versuch brauchst du keine riesige technische Ausstattung. OBS Studio ist beispielsweise eine kostenlose Open-Source-Software für Videoaufnahmen und Live-Streaming.

Einen kleinen Überblick über OBS Studio und die ersten Schritte findest du deshalb bei den Tools.

Mein Tipp

Schau dich einfach mal auf Twitch um.

Wenn dein Bloginhalt sich für einen Livestream eignet … warum nicht ausprobieren?

Du musst nicht gleich mehrere Stunden streamen und schon gar nicht versuchen, das Streaming-Verhalten großer Kanäle nachzumachen.

Fang klein an und schau, ob du dich damit wohlfühlst.

Merksatz

Twitch ist Live-Streaming: ausprobieren, Erfahrungen sammeln und herausfinden, ob die Plattform zu dir und deinem Blog passt.

Wie geht’s weiter?

Du möchtest Twitch ausprobieren?

Dann schau mal bei den Tools vorbei. Dort findest du in Kürze eine knappe Anleitung für den Einstieg in OBS Studio.

Live-Stream ist nicht dein Ding – aber Videos kannst du dir vorstellen?

Dann schau mal im YouTube-Beitrag vorbei.

Die komplette Social-Media-Serie findest du hier.